Frühjahrsputz in Fränkisch-Crumbach

Riesen-Resonanz beim Aktionstag „Saubere Landschaft“

Wenn es ums Anpacken für ihre Gemeinde geht, braucht man die Crumbacher nicht lange zu bitten. Bei der Aktion „Saubere Landschaft“ am vergangenen Samstag fand sich eine beeindruckende Zahl ehrenamtlicher Helfer morgens auf dem Bauhof ein, um gemeinsam Feld und Flur von Unrat zu säubern. Rund 80 Helfer waren dem Aufruf von Bürgermeister Eric Engels gefolgt, darunter auch eine stattliche Zahl von Kindern und Jugendlichen.

Gemeldet hatte sich eine bunte Mischung örtlicher Gruppierungen: der Jugendraum und die Betreute Grundschule ebenso wie Jagdpächter, Fanclubs, Parteien und Vereine. Bewaffnet mit Greifzangen und Müllsäcken zogen sie in ihre zuvor eingeteilten Reviere in der gesamten Gemarkung. Mehrere Schlepper mit Anhängern waren im Einsatz. Die Ausbeute am Mittag konnte sich sehen lassen – „eigentlich leider“, wie Bürgermeister Engels mit Blick auf das Umweltbewusstsein zum Abschluss feststellte. Ein großer Container war ziemlich gefüllt mit allerlei Müll, von der achtlos weggeworfenen Getränkedose bis zu widerrechtlich entsorgten Autorädern. Nachdem Spielplätze, Bus­häuschen, Grünanlagen und die Landschaft rings um Fränkisch-Crumbach aber nun von derlei Unrat befreit war, konnte sich die große Schar der Aktiven bei einem zünftigen Mittagessen im Bauhof über ihr gelungenes Werk freuen, bekocht vom Freizeitclub Gersprenztal und kostenlos bewirtet vom örtlichen FC-Bayern-Fanclub.

Engels bezog in seinen Dank auch die Kelterei Krämer in Beerfurth mit ein. Sie hatte die Aktion wie versprochen mit kostenlosen Getränken unterstützt, nachdem im letzten Jahr eine Diskussion über die Problematik pfandfreier Apfelweindosen aufgeflammt war. Der Aussprache im Crumbacher Gemeindeparlament war ein Schriftwechsel bis zum Bundesumweltministerium gefolgt mit dem Ergebnis, dass für eine Pfandpflicht erst EU-Recht geändert werden müsse. Daraufhin hatte man sich in Fränkisch-Crumbach lieber handfeste Aktivitäten vorgenommen, während die  Firma eine Unterstützung beim Frühjahrsputz zusagte – um damit ein Signal zu setzen, Getränkedosen nicht einfach in die Landschaft zu werfen.