Volkstrauertag in Fränkisch-Crumbach

Der Volkstrauertag führte wieder Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreter des öffentlichen Lebens in der Fränkisch-Crumbacher Trauerhalle auf dem Friedhof zu einer Gedenkstunde zusammen. Bürgermeister Eric Engels richtete nachdenkliche Worte an die Versammlung. Er erinnerte an die sogenannte Wannsee-Konferenz vor nunmehr 75 Jahren,  bei der hohe Ministerialbeamte, Militärs und Parteifunktionäre die Durchführung eines industriell organisierten Massenmordes berieten, und warf die Frage auf, wie Bürokratie und Verwaltung über alle Ebenen des Staates hinweg für die alsbald folgenden Verbrechen vereinnahmt wurden. Mit dem Blick auf Gewalt, Hass und Fremdfremdenfeindlichkeit in unseren Tagen machte er deutlich, dass die Idee des Volkstrauertages keineswegs überholt sei. Anschließend griff der katholische Pfarrer Jozef Koscielny das Thema auf und sprach Fürbitten und ein Gebet. Trotz einsetzenden Regens lieferte der Evangelische Posaunenchor bis zum Schluss den musikalischen Rahmen, als Bürgermeister Engels und der stellvertretende Vorsitzende der Gemeindevertretung Walter Weidmann einen Kranz niederlegten am Mahnmal für die Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege aus Fränkisch-Crumbach.